Mosley verteidigt Bitadze – aber überzeugt das wirklich?
Ich verstehe Jamahl Mosley ja: Kein Coach will seinen Spieler öffentlich ans Messer liefern. Aber diese Verteidigungsrede nach Goga Bitadzes hartem Foul an Jock Landale wirkt reichlich dünn. Viermal „never ever“ in einem Satz? Das klingt nach Schadensbegrenzung.
Die Fakten: Orlando verlor daheim 101:130 gegen Atlanta, Landale fällt mit schwerer Knöchelverstauchung aus, und Hawks-Coach Quin Snyder nannte es unmissverständlich „dirty play“. Eine Woche später kontert Mosley: Sein Team sei physisch und aggressiv, aber nicht dreckig.
Natürlich will niemand absichtlich verletzen. Aber „physisch und aggressiv“ ist manchmal nur eine nettere Umschreibung für rücksichtslos. Snyder reagiert nicht grundlos emotional – er verliert einen Rotationsspieler.
Meine Bewertung: Mosleys Reaktion verdient höchstens 4 von 10 Punkten. Zu defensiv, zu wenig selbstkritisch. Ein „Wir schauen uns das intern an“ hätte mehr Größe gezeigt als dieses trotzige „Das war vor einer Woche“.
Das Problem bleibt: Wenn dein Team regelmäßig an dieser Grenze spielt, bleibt der Vorwurf.
Von Experten geprüft: Lukas Baumann
